Wir wissen es schon: Forum Kindersprache 2019 wird am 8. und 9. Februar sein

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Forum Kindersprache 2018: Eltern, Kind & Sprache

Beim Forum Kinderprache 2018 wird Egon Garstick einen Vortrag mit dem Thema „Die Bedeutung von Vätern für die (Sprach-)Entwicklung von Kindern“ halten. Herr Garstick ist Psychologe und Kinder- und Jugendtherapeut und arbeitet in Zürich.

Nach einem Studium der Sozialpädagogik in Kassel absolvierte Egon Garstick eine psychoanalytische Ausbildung in Zürich. Nach 13 Jahren Tätigkeit in einem Sonderschulheim für verhaltensauffällige Kinder arbeitet er heute als Psychotherapeut mit Kindern, Eltern und Familien im Zürcher Stadtspital Triemli und in der Stiftung Mütterhilfe. Er ist Lehranalytiker am Züricher Psychoanalytischen Seminar und Supervisor in psychiatrischen und sozialpädagogischen Institutionen.

Einflussfaktoren auf Therapiewirkung in der Kindersprachtherapie

Ein kritischer Blick auf traditionelle Annahmen in der Logopädie

Autorinnen: Julia Siegmüller, Lara Höppe

in: Forum Logopädie, Heft 1 (31), Januar 2017, 14-19

Die Arbeit ist das Ergebnis zahlreicher Studien aus dem LIN.FOR, dem Logopädischen Institut für Forschung an der Europäischen Fachhochschule in Rostock. Die Autorinnen setzen sich kritisch mit traditionellen Prämissen der Logopädie auseinander. Hier eine Zusammenfassung, die die Lektüre dieser sehr interessanten Arbeit nicht ersetzen will.

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Aus dem Zentrum für Entwicklung und Lernen (ZEL) in Heidelberg

Das Heidelberger Elterntraining (HET) gibt es seit 2011 auch als Buch (2. Aufl.):

Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung

 Das Beratungs-Angebot im ZEL wird erweitert durch:

TASK – Training Autismus Sprache Kommunikation

Ein Elterntraining zur Förderung sozialer Kommunikation bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung

 Neben Frau Dr. Jooss und Frau Dr. Buschmann vom ZEL sind die Referentinnen Frau Prof. Dr. med. Noterdaeme und Frau Fröhlich (Dipl.-Sozialpädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsycho-therapeutin) vom Behandlungszentrum für Autismus und Entwicklungsstörungen im Josefinum Augsburg, das von Frau Fröhlich geleitet wird.

Übrigens: Das Heidelberger Elterntraining wird auch von Thorsten Lindenmeyer durchgeführt. Informationen erhalten Sie unter www.spracheverbindetuns.de

Wann lernen Babys das Wortverständnis?

Es ist weitgehend anerkannt, dass das Erlernen von Wörtern mit der Wahrnehmung von einfachen sprachlichen Signalen beginnt: Konsonanten, Vokale und deren Kombinationen als grundlegende Bausteine. Lange Zeit hat man geglaubt, dass Säuglinge Wortbedeutungen mit 9-15 Monaten lernen. Offensichtlich beginnt jedoch das Verstehen von Wörtern eher als gedacht. „Kinder lernen sehr früh, was Worte bedeuten“, sagt Elika Bergelson, Professorin für Psychologie an der Duke University in  North Carolina. Sie stützt sich dabei auf die Ergebnisse von zwei Studien.

2012 veröffentlichte sie bei PNAS eine Arbeit mit dem Titel „At 6–9 months, human infants know the meanings of many common nouns“, in der sie feststellte, dass 6-9 Monate alte Säuglinge bereits zu den richtigen Wortkarten schauen, wenn eine davon von einem Elternteil benannt wird.

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Forum Kindersprache 19.und 20.01.2018 – Eltern, Kind & Sprache

Zum Forum Kinderprache 2018 haben wir Frau Prof. Dr. Sabine Weinert eingeladen. Frau Prof. Weinert ist Entwicklungspsychologin und beschäftigt sich mit Veränderungen und Konstanzen im Verhalten und Erleben sowie im Lernen und Leisten des Menschen. Sie leitet den Lehrstuhl I für Psychologie an der Universität Bamberg.

Ihr Vortrag wird den Titel haben: Spracherwerb im Kindesalter: Bedeutung und Förderung. Uns interessieren besonders auch soziale Einflüsse auf die frühe sprachliche Entwicklung.

Frau Prof. Weinert führt mit BiKS eine bedeutende langfristige und interdisziplinäre Längsschnittstudie durch, in der bereichsspezifische und globale Effekte frühkindlicher Entwicklungen und Bildungserfahrungen beobachtet werden.

Seit Mitte 2005 begleitete die Forschergruppe BiKS fast 4.000 Kinder in den beiden Längsschnittstudien BiKS-3-10 und BiKS-8-14 auf ihrem Bildungsweg. Dabei konnten viele wichtige neue Erkenntnisse über kindliche Kompetenzentwicklungsverläufe, Bildungsentscheidungen und der Bedeutung und den Einfluss von verschiedenen Lernumwelten gewonnen werden.

Wie die Fee den Wortschatz erweitern hilft

Manche Kinder verfallen der Faszination von geheimnisvollen Welten mit Drachen, Zauberern und anderen Fabelwesen. Neuere Forschungen zeigen, dass Kinder mehr Wissen über die reale Welt erwerben, wenn das Wissen in fantastische Welten eingebettet ist.

Eine Hypothese besagt, dass die besondere Attraktion des Fantastischen und Unerwarteten die Aufmerksamkeit des Kindes in diese Richtung lenkt. Denn Ungewöhnliches regt zum Erkunden an. Entwicklungspsychologische Studien zeigten, dass Säuglinge, die Fahrzeuge sehen, die durch eine Mauer nicht gebremst werden sondern durch sie „hindurchfahren“, überrascht wirken und danach die Fahrzeuge mit den ungewöhnlichen physikalischen Eigenschaften besonders intensiv explorieren.

Die Psychologin Deena Weisberg veröffentliche 2015 eine Studie, in der Vorschulkindern Kinderbücher vorgelesen wurden. In der einen Gruppe lasen die Untersucher realistische Geschichten über Sachthemen vor. In der anderen Gruppe hörten die Kinder fantastische Geschichten, in denen Drachen und Burgen vorkamen. Nach zwei Wochen hatten alle Kinder neue Wörter gelernt. „Denjenigen, die Fantasiegeschichten gehört hatten, gelang es jedoch besser, die Bedeutung der Wörter zu erklären, und ihr aktiver Wortschatz war insgesamt besser geworden.“ Ähnliche Ergebnisse fanden Emily Hopkins und Angeline Lillard 2013 in einem Spiel mit Aspekten, die der Realität widersprachen.

Alle Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Kraft der Fantasie in der Bildung, Förderung oder Therapie von kleinen Kindern einen wichtigen und sehr beflügelnden Effekt hat.

Gruselig: Computersysteme lernen Sprache – und übernehmen dabei Vorurteile

Computersysteme mit künstlicher Intelligenz (KI), berichtet Daniela Albat bei wissenschaft.de, verfügen über erstaunliche Fähigkeiten: Sie werten selbständig Sprache, Bilder und Texte aus oder schreiben sie sogar. Zudem haben sie gelernt, sich gegenseitig etwas beizubringen und kommen auch mit komplexen Aufgaben mühelos zurecht. Damit Maschinen ähnliche Leistungen wie Menschen vollbringen können, müssen sie jedoch zunächst lernen. Informatiker füttern sie dafür mit riesigen Mengen an Daten, zum Beispiel mit gesprochener und geschriebener Sprache, und lassen sie Verbindungen zwischen Wörtern und Ausdrücken herstellen.

Eine Studie offenbart nun: Künstliche Intelligenzen lernen dabei mitunter mehr als eigentlich beabsichtigt. Denn wenn sich die Programme anhand von Text-Datensätzen sprachliche Fähigkeiten aneignen, übernehmen sie auch die in dem Material enthaltenen Stereotypen. Sie zeigen dann die gleichen rassistischen Vorurteile oder Geschlechter-Klischees wie viele Menschen in unserer Gesellschaft.

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Chomsky´s Universalgrammatik in der Kritik.

Noam Chomsky (geb. 1928), Philosoph, Linguist und später exponierter Kapitalismus- und Globalisierungskritiker, formulierte in den 60er Jahren erstmals ein hierarchisch aufgebautes System von Sprache. In seinem später immer neu modifizierten Modell postuliert er, dass der Erwerb von Sprache einem universellen System einer begrenzten Zahl von Regeln und einer genetischen Disposition folgt. Er war sehr daran interessiert, Formeln und Algorithmen zu finden, die der natürlichen Sprachbildung und die computergenerierten Sprachen zu Grunde liegen. Jedes Kind also sollte nach Chomsky von Geburt an über die Fähigkeit verfügen, grundlegende Regeln zur Bildung grammatikalisch korrekter Sätze zu bilden. Er ging von einer Universalgrammatik für alle aus. Er begründete seine nativistisch-strukturanalytische Auffassung vor allem mit zwei Argumenten: (a) Die Sprache in der Umgebung des Kindes sei häufig fehlerhaft und informationsarm; (b) Informationen darüber, ob die Umgebungssprache korrekt sei, würden in der Kommunikation des Kindes weitgehend fehlen. Da also Kinder in der Regel im Spracherwerb auf sich selbst gestellt seien, würden sie dennoch Sprache schnell und fehlerarm erwerben. Das sei nur deshalb möglich, weil Kinder über angeborene Kompetenzen verfügen.

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